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Das Saudi
Egyptian Housing Project ist eines der typischen staatlichen
Wohnbeschaffungsmaßmahmen im Zuge der Zuwanderungsflut nach Kairo.
Ein Komplex von Hochhäusern, die binnen 10 Jahren in einfachster
Bauweise errichtet wurden und sich zu einer klein, freundlichen
Trabantenstadt mit guter Infrastruktur und einem eigenen System
entwickelt haben. Sie hat also weniger mit dem ursprünglichen
kolonialen Baustil und dem für Kairo typischen Stadtbild aus der
Kolonialzeit gemein.
Lage:
Mitten
in Kairo gelegen, wo man das Viertel mit dem Namen Almarkas Alarbia
im Nord-Osten der Stadt gut mit einem Taxi aus dem Stadtzentrum
Heliopolis erreichen kann erstreckt sich das Areal auf einer damals
geplanten Gesamtfläche von 109100 m2. Das entspricht einem Umfang
von ca. 330 m auf 330 m. Dies ist heute bereits ein vielfaches.
Gemessen an der Raumknappheit in Kairo eine beachtliche Fläche.
 
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Auf Grund
dieser Raumknappheit und der Bevölkerungsexplosion im
Ballungsgebiet Kairo wurde in den 70er Jahren verstärkt die
Hochbauweise aufgenommen. Rund 10.000 Einwohner leben in den
geräumigen und gut aufgeteilten Eingetums- und Mietwohnungen. |
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Die
Sanitären Einrichtungen in den teilweise über 120 m2
Wohnungen sind häufig doppelt vorhanden. Bis zu 3
Hausaufzüge.
Zwischen den geometrisch linear errichteten Bauten
wurden zur Auflockerung zwischen den Häusern kleine
Gärten angelegt, die der Entspannung und Erholung vom
Großstadtdschungel dienen. Diese Flächen sind
erstaunlich sauber und werden in turnusmäßigem Wechsel
von den Mitbewohnern freiwillig gesäubert und bewacht.
So auch die PKW der Anwohner. Nach dem Motto jeder hilft
jedem werden PKW gegen ein kleines Entgelt meist von den
Parkwächtern in den frühen Morgenstunden geputzt und
abends von ihnen auch bewacht.
Infrastruktur:
Direkt
neben dem Wohnblock verlaufen Straßenbahnschienen, so
daß die Anbindung an das Zentrum wahlweise per
Straßenbahn, Taxi oder Bus in jedem Fall gesichert ist.
 
Doch der Gang in die Stadt ist für die meisten
Einkäufe überflüssig, da diese kleine Stadt über eine Vielzahl von
Läden und Einrichtungen verfügt. Sei es der Gemischtwarenladen
nebenan, der Honda-Händler um die Ecke oder der Bohnen (Fool)
Verkäufer auf der Straße, der morgens mit seinen Rufen die
Einkaufkörbe aus den Fenstern lockt und der Verkauf über ein
Seilsystem stattfindet.
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Mola bis zur Pille
und als Krönung gibt es noch die Sprachschule von Herrn Abbas. |
Auch die
Möglichkeit der Religionsausübung ist durch die
zahlreich angrenzenden und unüberhörbaren Moscheen
gewährleistet.
Obwohl die grauen Riesen zur Anonymität geradezu
einladen, hat man das Gefühl, daß jeder über jeden
genauestens Bescheid weiß und es fast unmöglich ist dort
etwas unrechtes zu tun, da jeder auf jeden aufpaßt.
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